Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Modellschule der Talentförderung Sport des Landkreises St. Wendel

Projekt für individuelle Lernbegleitung (ProfIL)

Projekt für individuelle Lernbegleitung (ProfIL)

Die GemS Schaumberg Theley wird an dem vom Saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur langfristig konzipierten „Projekt für individuelle Lernbegleitung an Gemeinschaftsschulen“ (kurz: ProfIL) teilnehmen.

Dessen Ziel besteht darin, alle Schülerinnen und Schüler individuell, ihrem Lernstand, ihren Begabungen und ihren Interessen entsprechend, durch einen schüleraktivierenden Unterricht zu begleiten und zu fördern. Die Lehrkräfte der partizipierenden Schulen werden bei der dauerhaften Umsetzung durch Fortbildungen und Beratung unterstützt. Sie erarbeiten in landesweiten fachlichen Netzwerken, aber auch in Fachunterrichtsgruppen an ihrer jeweiligen Schule spezielle individuelle Aufgabenstellungen und Unterrichtseinheiten, welche in der Folgezeit ständig auf ihre Angemessenheit hin überprüft werden. Aus den Bereichen „Deutsch“, „Mathematik“, „Fremdsprachen“, „Naturwissenschaften“ und „Gesellschaftswissenschaften“ sind bis zu zwei Fächer auswählbar. Weiterhin können die Schulen sich zur Ergänzung der Unterrichtsentwicklung für die Zusatzmodule „Medienbildung und Einsatz digitaler Medien im Unterricht“, „interkulturelle Bildung“ und „Förderung potentiell leistungsstarker Schülerinnen und Schüler“ entscheiden. (me)

Pilotschule des „Digital Literacy Lab“

Am Freitag, den 19. Oktober 2018 besuchten der Schulleiter der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley, Herr Dr. Eric Planta, und der Stellvertretende Schulleiter, Herr Lothar Klauck, den in Frankfurt am Main anberaumten Workshop des „Digital Literacy Lab“, einen Zusammenschluss dreier Unternehmen, die das Ziel verfolgen, Digitalisierung in die Schulen zu bringen, indem die Lehrkräfte ausgewählter Schulen Ansätze erarbeiten, „Schule neu zu denken“. Dabei ist die Gemeinschaftsschule Schaumberg die einzige saarländische Pilotschule des bundesweit initiierten Projekts, das aus fünf Phasen besteht und zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 stattfindet.

Bereits im Workshop am 19. Oktober definierten die vierzehn teilnehmenden Lehrkräfte aus Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland fächerübergreifende Inhalte und diverse Lernformate mit unterschiedlichen digitalen „Werkzeugen“. Zukünftig werden Konzepte für verschiedene Inhalte ausgearbeitet, Lernmaterialien erstellt und in die Unterrichtsabläufe der partizipierenden Schulen übertragen. Nach der Erprobung der Materialien in den Pilotschulen sollen diese Arbeitsgrundlagen im ganzen Bundesgebiet in allen Schulen eingesetzt werden, um das Thema „Lernen mit digitalen Mitteln“ als festen Bestandteil des Schulalltags zu verankern.

Gefahren im Internet

„Facebook, Google und Apple verfügen über mehr Daten als jedes Einwohnermeldeamt. Wer kennt wen?, Twitter oder SchülerVZ, sind die Medien, über die unsere Schüler täglich kommunizieren. Die Gefahren durch das Internet nehmen zu. So haben wir gerne das Angebot von Polizist Karl-Heinz Fischer angenommen, an unserer Schule wieder über die Problematik im Internet zu referieren“, so Schulleiter der ERS Schaumberg Theley Friedbert Becker.

Mit Beispielen aus der Praxis wartete der St. Wendeler Polizist auf. Was geschieht mit den persönlichen Daten, die die Benutzer preisgeben? Wer sieht die Fotos, die die Schüler veröffentlichen? Neben dem problematischen Thema des Datenschutzes informierte Fischer die Schülerinnen und Schüler auch über Cyber-Mobbing. Er warnt die Kinder eindringlich vor sorglosem Umgang mit persönlichen Daten in den Chatrooms, auf Kontaktseiten, bei Bestellungen oder Downloads von Mediendaten. Er informierte weiterhin die jungen Nutzer darüber, dass Internetmobbing eine Straftat darstellt. Schüler werden bloßgestellt, es werden Lügen über sie verbreitet, es wird gelästert, beleidigt, verletzt. Alle können die Verunglimpfungen lesen und noch mehr lästern, wobei die Betroffenen kaum eine Chance haben, sich zur Wehr zu setzen. Ist der Urheber der Mobbingattacken bekannt, kann der verletzte Schüler Strafanzeige stellen.

Jessica Keil (7c) war ganz erstaunt darüber, dass im Internet alles für lange Zeit sichtbar ist. Auch Christopher (7c) erfuhr bei dieser Veranstaltung viel Neues, insbesondere über die Strafverfolgung bei illegalen Downloads. Peter Streb, Schüler der Klasse 7b, ergänzt: „Man darf nicht alles glauben, was im Internet steht. Es gibt Fallen, die können sehr unangenehm werden. Vorsicht ist geboten“.

„Natürlich ist das Internet zur Beschaffung von Informationen nicht umstritten. Die Schnelligkeit dieses Mediums und der Zugriff auf wirklich hervorragende Seiten sind konkurrenzlos. Die Kehrseite der Medaille sind die Gefahren, die im Internet mit den verschiedenen sozialen Netzwerken und Chatrooms lauern. Alles, was wir im Netz tun, ist für lange Zeit sichtbar. Jeder, der sich im Internet bewegt, hinterlässt eine Spur. Es ist wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler über diese Gefahren aufzuklären. Auch für Eltern hatten wir bereits eine Informationsveranstaltung zum Cybermobbing angeboten, da diese angesichts des zunehmenden Internetkonsums ihrer Kinder häufig ratlos sind. Die Seite klicksafe.de bietet auch für Eltern wertvolle Tipps. Karl-Heinz Fischer bot unseren Klassen einen kurzweiligen und nachhaltigen Unterricht mit vielen Beispielen aus der Praxis zu einem enorm wichtigen Thema“, so Margret Müller, Konrektorin der Schule.