Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Modellschule der Talentförderung Sport des Landkreises St. Wendel

Zukunftsorientierte Möglichkeiten in der Berufsorientierung – eine Strahlemann® Talent Company entsteht an der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Zukunftsorientierte Möglichkeiten in der Berufsorientierung – eine Strahlemann® Talent Company entsteht an der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Schulabschluss und dann? Viele Jugendliche haben erfolgreich die Schule beendet, aber kümmern sich zu spät um den Anschluss. Sie haben die eigenen Fähigkeiten und Interessen noch nicht erkannt und erhalten zudem zu wenig praktische Einblicke in die Berufswelt.
Das Talent Company Konzept der Strahlemann-Stiftung aus Heppenheim/Südhessen möchte das ändern. Es legt eine stärkere Gewichtung auf den Übergang Schule-Beruf und hilft dabei, frühzeitig berufliche Zukunftschancen für SchülerInnen zu schaffen. Eine Talent Company verfolgt den Ansatz, mit einem Fachraum für Berufsorientierung bestehende Berufsorientierungsmaßnahmen der Schule zu bündeln und zu erweitern. Die Stiftung unterstützt dabei, Synergie-Effekte zwischen der Schule und regionalen Ausbildungsbetrieben zu schaffen. Insgesamt gibt es knapp 70 Schulen in Deutschland, die das Konzept mit der Stiftung umsetzen, vier davon im Saarland. Die Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley erhält 2025 ebenfalls eine Talent Company. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit den Projektbeteiligten fand am Dienstagnachmittag, den 20. Februar 2024 statt.

„In der Talent Company gibt es künftig Infoveranstaltungen und Workshops mit kooperierenden Unternehmen, welche die berufliche Vielfalt der Region präsentieren. Durch praktische Einblicke und notenunabhängige Begegnung auf Augenhöhe möchten wir den Jugendlichen helfen, einen passgenauen Beruf zu finden und gleichzeitig dem Fachkräftemangel der Firmen entgegenzuwirken.“, erklärt Alexander Hübner, Projektverantwortlicher der Strahlemann-Stiftung.
Die Talent Company wird eine moderne Einrichtung erhalten, internetfähige PCs, weitere Präsentationstechnik, einen Arbeitsbereich, sowie eine Lounge-Ecke zum zwanglosen Austausch. 

Schulleiter Henning Heinz ist vom Nutzen des Konzeptes überzeugt: „Die Talent Company soll als Anlaufpunkt für unsere SchülerInnen dienen, um sie im Rahmen der Berufsorientierung mit allen notwendigen Informationen zu versorgen und um barrierefrei Kontakte zu Firmen zu knüpfen, damit der Übergang in die Berufswelt so reibungslos und “einfach” wie möglich gestaltet werden kann.“ Nicki Knapp, Talent Company Koordinator der Schule ergänzt: „Es freut mich, wenn sich das Engagement unseres Berufsorientierungs-Teams dahingehend auszahlt, dass die SchülerInnen direkt nach Verlassen unserer Schule mit guten Erfolgschancen in ihre Berufswelt starten können.“

Die Umsetzung einer Talent Company, bedarf starker und weitsichtiger Partner. Die Globus-Stiftung, die schon mehr als zehn Talent Companies durch ihre Unterstützung ermöglicht hat, ist alleiniger Förderer des Projektes. Graciela Bruch, Vorstand der Globus-Stiftung dazu: „Gerne hat die Globus-Stiftung die Förderung einer weiteren Talent Company der Strahlemann-Stiftung übernommen. Gerade im ländlichen Raum, wie hier in unserem Landkreis St. Wendel, ist es wichtig, dass wir SchulabsolventInnen aufzeigen, welche hervorragende und zukunftsorientierten Möglichkeiten sie in ihrer Heimat haben. Die Brücke zwischen Schule und Ausbildungsbetrieb wird aufgebaut und die SchülerInnen erhalten die Möglichkeit des Einblicks ins Berufsleben.“

Der Landkreis Sankt Wendel unterstützt das Projekt als Schulträger. Landrat Udo Recktenwald dazu: „Seit vielen Jahren gehört der Landkreis Sankt Wendel bundesweit zu den Regionen mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit. Ein Erfolg, der viele Väter hat: unsere Betriebe, die hervorragend ausbilden, unsere Schulen, die früh in die Berufsorientierung einsteigen oder unsere kommunale Arbeitsförderung mit der Jugendberufshilfe und der Jugendkoordination, der ersten Anlaufstelle für Betriebe, Jugendliche und Eltern. Schließlich ist der Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf im Leben eines jungen Menschen ein entscheidender – daher investieren wir in die Zukunft eines jeden jungen Menschen. Wir verfügen über ein effizientes Netzwerk, das nun mit dem Fachraum für Berufsorientierung in der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley erweitert wird. Herzlichen Dank allen, die dies möglich gemacht haben!“

Unternehmen, die Interesse haben, ihre Ausbildungsmöglichkeiten dauerhaft an der sog. „Job Wall“ in dem Fachraum zu präsentieren, können sich gerne unter info@strahlemann-stiftung.de mit der Strahlemann-Stiftung in Verbindung setzen.

Weitere Infos unter: www.strahlemann-stiftung.de
Strahlemann-Stiftung
Mozartstraße 11
64646 Heppenheim
Telefon: 06252 – 6709600
info@strahlemann-stiftung.de
www.strahlemann-stiftung.de

Werkstatttage der Siebtklässler 2022-23

In diesem Jahr fanden erstmalig nach den Corona-Einschränkungen wieder die Werkstatttage für die Klassenstufe 7 im Rahmen der Berufsorientierung unserer Schule statt, die dem Betriebspraktikum, das im 8. Schuljahr absolviert wird, vorgeschaltet sind. Im Zeitraum vom 13.02. bis 17.02. und 27.02. bis 03.03.2023, also an zehn Arbeitstagen, besuchten 60 SchülerInnen von jeweils 8:00 Uhr bis 15:45 Uhr, aufgeteilt in drei Gruppen, die Handwerkskammer des Saarlandes in Saarbrücken sowie die ausgelagerten Ausbildungswerkstätten der Tischler und des AGV Bau Saar. Begleitet wurden sie von je drei Lehrkräften, die vor Ort als schulische Ansprechpartner fungierten. Im Vorfeld hatte eine zweitägige Potentialanalyse an der Handwerkskammer stattgefunden. Die TeilnehmerInnen konnten aus insgesamt zehn Bereichen, darunter Holzbau, Tischlerei, Stuckateur, Metall, Elektro, Friseur/Kosmetik, Büromanagement, Bäcker/Konditor, eine Auswahl treffen und darin ihr Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Pro Woche lernten sie zwei der jeweiligen Berufsfelder kennen.

Den Abschluss bildeten eine Feedbackrunde und eine Zertifikatsübergabe durch Frau Brenner als Vertreterin der Handwerkskammer.

Besuch der Zehntklässler im NanoBioLabor der Universität des Saarlandes

Am Dienstag, den 7. März 2023 besuchten 36 SchülerInnen der Zehnerklassen in Begleitung ihrer Chemielehrerinnen Dr. Uta Krienke und Dr. Nicole Weber das NanoBioLab auf dem Campus der Universität des  Saarlandes in Saarbrücken.

Dabei hatten sie die Gelegenheit, ihnen vorgelegte Aufgaben durch eigenständiges Experimentieren mit bereitgestellten Geräten und Chemikalien zu lösen. So führten sie nach einer Sicherheitsbelehrung, ausgestattet mit Laborkitteln und Schutzbrillen, eigene Versuche mit Trockeneis und gasförmigem Kohlendioxid durch.

Darüber hinaus präsentierte ein Labormitarbeiter spektakuläre Schauversuche mit flüssigem Stickstoff.

Die dreistündige Veranstaltung, die das Interesse der SchülerInnen für die Naturwissenschaften wecken bzw. vertiefen sollte, fand bei diesen großen Anklang. (me)

“Grenzen überwinden, Europa erleben”

Workshops der europäischen Akademie Otzenhausen an der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley zum Thema grenzübergreifende Austauschprojekte

Im Rahmen des Projektes “Grenzen überwinden, Europa erleben”, das in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Saarland sowie EURES Großregion durchgeführt wird, fanden an der Gemeinschaftsschule Schaumberg am 23.01.2023 für alle drei 10er Klassen 2-stündige Workshops statt, um die SchülerInnen für Mobilitätsprogramme zu sensibilisieren.

„Da die Corona-Krise die Grenzen zwischen den europäischen Ländern verstärkt und die Präsenzbegegnungen junger Menschen eingeschränkt hat, ist es wichtiger denn je, auf junge Menschen zuzugehen, um ihnen von ihren Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, aufzuzeigen und sie zu ermutigen, den Schritt zu wagen“, so die Didaktikleiterin der Schule Susanne Bleimehl.

Die Workshops boten dabei insbesondere den Raum, sich über mögliche Ängste einerseits, aber auch über die mit einem Auslandsaufenthalt verbundenen Chancen auszutauschen und ihnen praktische Informationen über Mobilitätsprogramme zu vermitteln. Im Mittelpunkt stand außerdem die Stärkung ihres europäischen Bewusstseins. Außerdem wurden den SchülerInnen Hilfen an die Hand geben, um die Vorteile des Arbeitsmarktes in der Großregion optimal zu nutzen.

Mobilitätsbotschafter, die im Vorfeld in der Europäischen Akademie Otzenhausen geschult wurden, leiteten die Workshops im Sinne eines Peer-Education-Ansatzes.

Die SchülerInnen erarbeiteten in verschiedenen Gruppen Mindmaps zu den Themen: EU, Mobilität, Auslandserfahrungen und Austauschprogramme.  In einem Kahoot-Wettbewerb stellten sie sich Fragen zu Europa, den Grenzen und den Amtssprachen, das machte natürlich besonders viel Spaß.

Im Anschluss beschäftigten sie sich mit den zentralen Fragestellungen, die einem Auslandsaufenthalt vorausgehen:

Im Ausland zur Schule gehen? Was motiviert mich? Was hält mich davon ab? Wie kann ich mich motivieren?

Hilfreich waren hierbei die Berichte der DozentInnen, die von ihren eigenen Auslandserfahrungen berichteten (Austauschjahr, work and travel, Au-Pair).

Am Schluss des Workshops wagten die TeilnehmerInnen schon einen Blick in die Zukunft. Welche Möglichkeiten bietet mir die Großregion im Studium, hier wurden das Erasmusprogramm, der Bachelor für Europawissenschaften, sowie verschiedene bilinguale Studiengänge vorgestellt.

Schulleiter Henning Heinz fasst die Wichtigkeit der Workshops wie folgt zusammen: „Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur die Möglichkeit geben über die Welt zu lernen, sondern auch sie aktiv zu erleben. Damit sie diesen Schritt wagen, möchten wir sie bestmöglich darauf vorbereiten und daher sind wir über das Projekt „Grenzen überwinden, Europa erleben“ sehr glücklich.“

Auch die teilnehmenden SchülerInnen waren begeistert und sprachen unisono von einem in vieler Hinsicht gewinnbringenden Vormittag.

Messe „[aus]bildung“ 2022 an der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Am Montag, den 19. September 2022 fand in der Zeit von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr für 180 Neunt- und Zehntklässler der GemS Schaumberg Theley zum ersten Mal nach den Corona-Einschränkungen wieder eine Ausbildungsmesse vor Ort statt.
Nach der offiziellen Eröffnung durch Schulleiter Henning Heinz und den Ersten Beigeordneten der Gemeinde, Alexander Besch, der einen Scheck zur Unterstützung übergab, hatten die SchülerInnen die Gelegenheit, sich an 25 Stationen in digital ausgestatteten Klassensälen und Funktionsräumen über mehr als 40 Ausbildungsberufe bei den Vertretern diverser Firmen und Einrichtungen zu informieren.

Abgedeckt wurde eine ganze Bandbreite von beruflichen Bereichen, wie etwa Elektronik, Straßenbau, Dachdeckerei, Forstwirtschaft, Metall, KFZ-Wesen, Verwaltung, Verkauf, Bankwesen, Erziehung, Pflegeberufe, Zahnmedizin.
Ergänzend zu den Betrieben und Institutionen beriet die ebenfalls präsente Handwerkskammer die SchülerInnen individuell zu ca. 70 Ausbildungsberufen. Darüber hinaus fanden Absprachen zu freiwilligen Ferien-Praktika statt.
Die Jugendlichen durften sich die Angebote frei nach ihren jeweiligen Interessen auswählen und konnten zeitweilig auch von ihren Eltern begleitet werden.

Für das leibliche Wohl sorgte die Schule in Form eines „Betriebs-Cafés“, das den Gästen die Möglichkeit zum professionellen Austausch bot.

Insgesamt herrschte eine lockere und freundliche Atmosphäre, nicht zuletzt wegen der zahlreichen guten Gespräche und nützlichen Informationen zu den Firmen und Ausbildungsplätzen.

An dieser Stelle geht ein Dank an den für die Planung verantwortlichen Lehrer Nicki Knapp sowie an alle mitwirkenden Betriebe und Institutionen für ihre Teilnahme und ihr großes Engagement!

Digitale Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Vom Dienstag, den 27. bis Donnerstag, den 29. Oktober 2020 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 v.a. im Rahmen des Wahlpflichtbereich-Unterrichts an Web-Seminaren des Instituts für Talententwicklung (IfT), das vom Berufsorientierungsteam der Schule unterstützt wurde, teil. Diese Veranstaltungen bildeten die Alternative zum Besuch der „Vocatium“, der Fachmesse für Ausbildung und Studium, die wegen der derzeitigen Corona-Lage nicht stattfinden konnte. Unter Einsatz der digitalen Tafel im Mehrzweckraum sowie der Beamer und Leinwände der Klassen- und Inforäume wurden die Themen „Das Geheimnis der Körpersprache“, „Tipps zur Online-Bewerbung“ und „Das Bewerbungsgespräch“ behandelt, wobei die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele wertvolle Informationen und Erklärungen erhielten. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, per Chat Fragen zu stellen, die von einer zugeschalteten Mitarbeiterin des IfT beantwortet wurden. Insgesamt stellte diese andere Art der Berufsorientierung eine interessante neue Erfahrung sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die betreuenden Lehrkräfte dar.

Web-Seminar mit der Möglichkeit, Fragen per Chat zu stellen

Mädchen der GemS Schaumberg Theley am Girls‘ Day an der Saar-Uni

Die Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley hat in diesem Jahr ihre Schülerinnen der Klassenstufen 5 bis 8 auf den Campus der Saar-Uni begleitet, wo sie im Rahmen des Girls‘ Days an zahlreichen Informatik- und Technik-Workshops teilgenommen haben. Im SinnTec-Schülerlabor konnten die Mädchen mit technischen Sinnesorganen, wie sie heutzutage in Smartphones Verwendung finden, selbständig experimentieren und dabei herausfinden, wie sie funktionieren: Warum passt sich die Bildschirmhelligkeit in bestimmten Situationen automatisch an die Umgebung an, wieso erkennt das Smartphone den Fingerabdruck seiner Besitzerin und weshalb dreht sich der Bildschirminhalt, wenn man das Handy auf die Seite kippt? Diese und weitere spannende Fragen wurden mit Feuereifer erforscht, bevor es zum gemeinsamen Mittagessen mit den Studentinnen und Studenten in die Mensa ging.

Wie man eigene Ideen bei der Spieleentwicklung mit Hilfe einer grafischen Programmiersprache umsetzt, lernten die Schülerinnen in einem Scratch-Workshop, ohne dass dabei Programmier-Erfahrung nötig gewesen wäre. Die während des Workshops selbst programmierten Spiele konnten danach im Internet zur Benutzung oder Weiterentwicklung veröffentlicht werden.

Das wichtige und hochaktuelle Thema Cybersicherheit wurde im Workshop „Cybersicherheit am CISPA“ behandelt. Nach einem allgemeinen Überblick durften die Teilnehmerinnen selbst an die Rechner und das Gelernte ausprobieren: Wie entlarvt man beispielsweise einen Dieb und warum ist die Auswahl eines sicheren Passworts so wichtig?

Für die Größeren ging es zu den Max-Plank-Instituten (MPI) für Informatik und Softwaresysteme, wo die Teilnehmerinnen in einem ganztägigen Workshop in die Vielfalt der heutigen Informatik eintauchen durften: Smartphone-Apps wurden programmiert, ein kleines eingebettetes System selbst gelötet und aktuelle Fragestellungen, mit denen sich gegenwärtig die Informatikwissenschaftler beschäftigen, erörtert.

Am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) konnte ausprobiert werden, inwieweit das Verhalten von Materialien von ihrer Oberfläche abhängt und wie man diese durch mechanische Verfahren verändern kann: Die Schülerinnen durften selbständig Metalloberflächen sandstrahlen, strukturieren und lackieren. Unterschiedlichste Proben wurden präpariert und unter dem Elektronenrastermikroskop betrachtet. Bei der angebotenen thematischen Vielfalt war es kein Wunder, dass der spannende Arbeitstag im Labor wie im Flug verging.

Am Ende des Tages waren sich alle Schülerinnen einig, dass der Tag an der Saar-Uni ein echter Gewinn war und dass man auch im nächsten Jahr unbedingt an den Girls‘ Day Workshops teilnehmen will!

Medienwerkstatt an der GemS Schaumberg Theley

Eintritt in die Virtual Reality

Im kommenden Schuljahr 2019/2020 wird die GemS Schaumberg Theley eine Medienwerkstatt einrichten und mit diesem neu zu gestaltenden Raum ihrem Ziel einer digitalen Schule weiter folgen. „Mit der dementsprechenden Ausstattung werden wir dem Schulleben den direkten Zugang zu einem weiteren neuen Medium ermöglichen und den Schritt in die virtuelle Welt (VR = Virtuelle Realität) gehen, in diesem Umfang einmalig im Saarland“, erklärt Dr. E. Planta, der Schulleiter der GemS Schaumberg Theley.

Mit der Umsetzung der Medienwerkstatt würde die GemS Schaumberg Theley im Saarland eine führende Rolle einnehmen, wie digitale Medien didaktisch mit großem Mehrwert in den Unterricht eingebunden werden können. Der Pilotcharakter des Mehrwert-stiftenden Mix zwischen bewährten Lehrkonzepten und neuen Medien wird darüber hinaus dadurch verstärkt, dass ab dem Schuljahr 2019/2020 Computing-Kurse mit Lern-Elementen zum altersgemäßen Einstieg in die Programmierung Schülern ab der 5. Klasse angeboten werden.

Die GemS Schaumberg Theley könnte damit insgesamt als Pilotschule wertvolle Erfahrungen hinsichtlich zukunftsgerichteter Lehrkonzepte sammeln und weitergeben.

VR-Brillen werden in naher Zukunft den Weg in die Schulen finden und Theley möchte hier einen wichtigen Grundstein legen. „Die virtuelle Welt begeistert, das steht außer Frage. Plätze zu erreichen oder Dinge zu erleben, die aufgrund der räumlichen Lage oder der Schwierigkeit bei der Umsetzung unmöglich sind, eröffnet für den Unterricht ungeahnte Möglichkeiten“, beantwortet O. Knob (Koordinator in der Schulleitung) die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses neuen Mediums im Schulalltag, da die Schüler VR eher aus der „Spielewelt am Nachmittag“ kennen.

Aufgrund verschiedener Studien sei bewiesen, dass handlungs- und problemorientierte Projektarbeit in der virtuellen Realität nicht nur die Motivation der Schülerinnen und Schüler steigere, sondern dass bestimmte Kompetenzen durch den spielerisch anmutenden Charakter einer virtuellen Welt einfacher vermittelt und trainiert werden könnten, nicht zuletzt, weil man in der virtuellen Welt Dinge ausprobieren könne, ohne Angst vor dem Scheitern haben zu müssen.

Aufgabe der Schule wird es sein, diese Begeisterung und Motivation zu einem nachhaltigen Lernerfolg zu führen.

„Wir möchten diesen Weg früh gehen, weil wir zur Erfüllung des didaktischen Grundprinzips der Anschauung vom Einsatz der Brillen überzeugt sind, sind uns aber nicht nur der Chancen, sondern auch der Gefahren der „Immersion“, des Eintauchens in eine neue, nicht reale Welt durchaus bewusst! Der Schüler darf und wird nicht in der „isolierten Welt“ der VR-Brille alleine gelassen“, fügt der Schulleiter hinzu. „Die Nutzung der digitalen Inhalte wird als Ergänzung der im Unterricht besprochenen Themen eingesetzt, die VR-Brille dient dabei als gute Möglichkeit, Abwechslung zu schaffen zwischen Schulbuch, Papier und Stift und nicht als Ersatz.“

In einem zusätzlichen pädagogischen Tag wird sich das Kollegium darüber hinaus unter Anleitung und Unterstützung eines externen Referenten noch einmal mit den Gefahren des Internet befassen und Strategien gegen Cybermobbing erarbeiten.

 

Das „Drei Säulen-Modell“ der GemS Schaumberg Theley

  1. Fachunterricht

Der Einsatz der VR-Brillen wird entsprechend dem Einsatz des Tablets und der Verwendung von z.B. Word, Excel oder PowerPoint im schulinternen Stoffverteilungsplan verankert sein.

Einsatzmöglichkeiten wären hier beispielsweise der Blick auf die Planeten unseres Sonnensystems als Beobachter mitten im Weltall, die virtuelle Entnahme einzelner Organe, um sie dreidimensional erlebbar zu machen, während gleichzeitig Informationen zu den einzelnen Organen abrufbar sind oder gar virtuelle Ausflüge an die Schauplätze der Lehrbücher in Deutsch, den Fremdsprachen oder auch besonders in Geschichte.

  1. Schulpartnerschaften, virtuelle Treffen und Schüleraustausch

Verschiedene VR- und VR-nahe Anwendungen bieten die Möglichkeit, sich kommunikativ und kreativ mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen, sei es nun Literatur oder Geschichte. Dies kann auch in Kollaboration mit Schülern aus einem anderen Land geschehen, während die reale Welt durch die Entfernung, finanzielle Beschränkungen und dergleichen oft Grenzen setzt.

  1. Berufsvorbereitung

Anhand von 360-Grad-Filmen lernen die Schüler der GemS Schaumberg Theley künftig unterschiedlichste Berufswege und konkrete Unternehmen virtuell kennen, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten.

Einerseits greift die Schule hier auf vorliegendes Filmmaterial zurück, wird aber in einem zweiten Schritt ortsansässigen Unternehmen die Chance bieten, die Türen ihrer Produktion, der Büros oder Betriebsstätten „digital“ zu öffnen, um sich den Schülern vorstellen zu können. Als Ergänzung u.a. zum dreiwöchigen Betriebspraktikum und zur vergangenen ersten eigenen Berufsstartermesse „[aus]bildung“ ein weiterer Baustein in der Berufsorientierung der Schule.

„In allen Bereichen, sei es das digitale Klassenbuch, Medienkompetenz, Medienwerkstatt und Computing (wir sind Pilotschule des Digital Literacy Lab), steht immer die Intention im Vordergrund, unsere Schüler auf ein Leben in einer immer stärker digitalisierten Welt optimal vorzubereiten. Die Einbeziehung neuer Medien in den Unterricht der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley ist daher kein Selbstzweck, sondern dient einerseits dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu einem kritischen und selbstbestimmten Umgang mit diesen Medien zu befähigen, andererseits lernen die Schülerinnen und Schüler in einer digital geprägten Umwelt Aufgaben mit den geeigneten Arbeitsmitteln strukturiert anzugehen und Aufgabenstellungen mit adäquaten Mitteln zu lösen“ (Dr. E. Planta, Schulleiter).

Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit an der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley

Am 21. und 22.01.2019 besuchte Frau Schäfer vom Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit die Gemeinschaftsschule und informierte die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 im Rahmen der Berufsvorbereitung bzw. -beratung.

Nach der Begrüßung erklärte sie den Aufbau der Homepage „BERUFENET“. Die Schülerinnen und Schüler konnten mit Hilfe einer „Berufsfiltersuche“ die für sie passenden Berufe in Erfahrung bringen und erhielten dazu ausführliche Erklärungen, wie z. B. zum Tätigkeitsbereich, zu den Zugangsvoraussetzungen, zur Ausbildung und zu den Verdienstmöglichkeiten. Ebenfalls wurden die Bewerbungsmappe, das Bewerbungstraining, die Auswahltests und das Vorstellungsgespräch thematisiert.

Die Veranstaltung war sehr informativ und fand bei den Schülerinnen und Schüler reges Interesse.